Traditionelle Ausleitungsverfahren

Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, da hat sie schädliche Stoffe angesammelt und will sie ausleeren.
Ist die Natur nicht imstande, diesen Vorsatz selbst auszuführen, muss du eine künstliche Öffnung
direkt an der kranken Stelle machen und so Schmerz und Krankheit rasch heilen.
"
Zitat:Paracelsus
Zu den traditionellen, in meiner Praxis angewandten Ausleitungsverfahren zählen
  • das trockene und blutige Schröpfen
  • der Aderlaß nach Hildegard von Bingen.
  • das Baunscheidtieren
  • das Cantharidenpflaster
  • Blutegeltherapie


Immer mehr Patienten wünschen Heilmethoden, die frei von chemischen Stoffen und Nebenwirkungen sind. Hier bietet sich diese alten Ausleitungsverfahren an. Sie finden Anwendung bei verschiedenen Erkankungen und werden nach einer ausführlichen Befunderhebung und Anamnese für Sie erarbeitet und in ein naturheilkundliches Therapiekonzept eingebunden. Mit dem Schröpfen werden Selbstheilungskräfte Ihres Körpers gestärkt und in Gang gesetzt. Diese Therapie läßt sich auch sehr gut und erfolgreich bei Kindern anwenden. Man unterscheidet trockenes oder unblutiges und blutiges Schröpfen. Der Schröpfkopf bewirkt durch die reflektorische Beziehung von der Haut zum Organ eine Anregung auf den ganzen Organismus und nicht nur auf das geschröpfte Areal.

... mehr lesen
  • Rückenschmerzen, paravertebraler Hartspann
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Tinnitus
  • Ohrentzündungen,
  • Erkältungskrankheiten, Bronchitis
  • Erkrankungen des Magen und Darms
  • Verstopfung (Obstipation)
  • Gelenkbeschwerden

Außerdem wende ich das trockene Schröpfen sowie die Schröpfkopfmassage erfolgreich als begleitende Therapie bei der Behandlung von Cellulitis an.


Der Aderlaß ist eine der ältesten Ausleitungsverfahren. In meiner Praxis arbeite ich traditionell nach der heiligen Hildegard von Bingen in bestimmten Mondphasen. In erster Linie wirkt der Aderlaß entstauend, entgiftend und umstimmend.
...mehr lesen
Außerdem eignet er sich zur Behandlung von

  • Hautkrankheiten
  • Gelenkbeschwerden, Gicht
  • Bluthochdruck
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Menstruationsstörungen, Wechseljahrsbeschwerden
  • Schlafstörungen

Darüber hinaus greift der Blutverlust in viele organische Abläufe ein. Nach dem Aderlaß sollte der Patient einige Tage eine spezielle Diät einhalten. Das abgelassene Blut wird nach 24 Stunden betrachtet und nach alten Vorgaben beurteilt. Diese Betrachtung der Phänome im Blutkuchen wird nur noch sehr selten angeboten.


Das Baunscheidtieren gehört zu den jüngeren Ausleitungsverfahren. Es wurde ca 1848 von dem Ingenieur Carl Baunscheidt erfunden. Er litt unter Gicht und rheumatischen Beschwerden in den Händen. Als dieser an einem Sommerabend in seiner Gartenlaube saß, wurde er von Mücken in seine kranke Hand gestochen. Seine Hand schwoll an und juckte stark aufgrund der Mückenstiche...aber sie tat nicht mehr weh. Die Überlegung bestand nun darin diese Mückenstiche nachzuahmen. Also benötigte er ein Gerät, dass die Stiche nachahmte und ein Öl, welches die Haut reizt und zur Quaddelbildung führt. Das Verfahren wurde von der damaligen Bonner Medizinischen Fakultät empfohlen und ging als Heilverfahren durch die ganze Welt.
...mehr lesen
In damaligen Zeit gehörte der Lebenswecker und das Baunscheidt-Öl zur medizinischen Ausstattung vieler Schiffe. Mit der Entwicklung der künstlichen Pharmazeutika wurde dieses geniale Verfahren Ende des 20.Jahrhunderts fast nur noch von Heilpraktikern angewendet. Hierbei geht es vor allem um die Ausleitung über die Haut. Außerdem stellt es ein flächenhaft wirksames Reflexverfahren dar. Neben durchblutungs- und lymphanregenden Reaktionen wird der lokale ph-Wert reguliert, innere Organe werden angeregt und eine allgemeine Kräftigung erreicht. Im Vordergrund steht nicht, welche Erkrankung man hat, sondern das jede Art von innerem Leiden ein Zeichen ist, unerwünschte Stoffe aus dem Organismus ausleiten zu müssen. Indikation für

  • HNO - Erkrankungen
  • Lungen- und Bronchialerkrankungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • hormonelle Dysfunktion

Das Cantharidenpflaster ist leider zu Unrecht völlig in Vergessenheit geraten. Aschner bezeichnete dieses jahrtausende alte Verfahren als "weiße Schwester der Schröpfkunst". Für das Cantharidenpflaster wird die spanische Fliege pulverisiert und zu einer Paste verarbeitet. Natürlich handelt es sich um eine sehr intensive Behandlungsmethode, denn es ist ein sogenanntes blasenziehendes Verfahren.

...mehr lesen
Nach Auftragen des mit Cantharidin belegten Pflasters kommt es innerhalb von 8 bis 24 Stunden zu einer mit Flüssigkeit gefüllten Blase. In der Blase befindet sich Lymphflüssigkeit. In der alten Naturheilkunde geht man davon aus, dass der Organismus hier seine Entzündung "ablassen" kann. Falls noch eine stärkere Immunreaktion gewünscht wird, kann diese Flüssigkeit entnommen werden und reinjiziert werden. Bei Kindern verringert sich die Anwendung drastisch, eine Reinjektion wird nicht vorgenommen. Die Nachbehandlung muss sehr sorgfältig durchgeführt werden. Eine genaue Beobachtung der Wundheilung ist vorzunehmen. Cantharidenpflaster werden vor allem aufgetragen bei

· chronischen Gelenkentzündungen, Arthrose, Gicht
· Paukenerguß bei Kindern

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
Zitat:Hippokrates von Kos