Traditionelle Ausleitungsverfahren

Zu den traditionellen, in meiner Praxis angewandten Ausleitungsverfahren zählen unter anderem das Schröpfen, das Baunscheidtieren sowie der Aderlaß nach Hildegard von Bingen. Mit dem Schröpfen werden Selbstheilungskräfte des Körpers in Gang gesetzt und gestärkt. Man unterscheidet trockenes oder unblutiges und blutiges Schröpfen. Der Schröpfkopf bewirkt durch die reflektorische Beziehung von der Haut zum Organ eine regulierende Anregung auf den gesamten Organismus und nicht nur auf das geschröpfte Areal. Das blutige Schröpfen hat vor allem entstauende Wirkung. Der Aderlaß ist eine der ältesten Ausleitungsverfahren. In meiner Praxis arbeite ich traditionell nach der heiligen Hildegard von Bingen in bestimmten Mondphasen. In erster Linie wirkt der Aderlaß entstauend. Darüber hinaus greift der Blutverlust in viele organische Abläufe ein und wirkt umstimmend. Nach dem Aderlaß sollte der Patient einige Tage eine spezielle Diät einhalten Der Aderlaß eignet sich zur Behandlung von Stoffwechselstörungen und chronischen Krankheiten: Das Baunscheidtieren stellt ein flächenhaft wirksames Reflexverfahren dar, das zusätzlich hautausleitende Effekte verwendet. Neben durchblutungs- und lymphanregenden Reaktionen wird der lokale ph-Wert reguliert, innere Organe werden angeregt und eine allgemeine Kräftigung erreicht. Im Vordergrund steht nicht, welche Erkrankung man hat, sondern das jede Art von innerem Leiden ein Zeichen ist, unerwünschte Stoffe aus dem Organismus ausleiten zu müssen. Indikationen für das Baunscheidtieren
_30_7c_77_6c_69_81_36_6f_6d_7c_5c_71_75_6d_30_